Praxis

Was ist Psychotherapie?

Unser aller Leben ist in beständiger Bewegung. Diese Veränderungsprozesse sind nicht immer gewolt und häufig für uns selbst oder unser Umfed schmerzhaft. Wird das psychische Leiden so groß, dass wir meinen, kaum mehr die notwendige Kraft aufbringen zu können, diesem zu begegnen, kann es sinnvoll sein, professionelle Unterstützung zu suchen.

Psychotherapie ist die wissenschaftlich fundierte Antwort auf psychisches Leiden, welches für Sie oder ihr Umfeld zu schwer zu werden droht. Im geschützten Rahmen wird in der Psychotherapeutischen Praxis ein gemeinsames Modell ihres psychischen Leidens entwickelt, um konkrete Punkte der Veränderung identifizieren zu können. Im Anschluss wird bei wiederkehrenden Terminen in der Praxis versucht, zielgerichtet einen Veränderungsprozess anzustoßen sowie zu begleiten, um das Leiden, welches zu Beginn noch so schwer wog, zu lindern.

Was ist systemische Psychotherapie?

In Deutschland werden derzeit vier verschiedene Psychotherapieverfahren von den gesetzlichen Krankenkassen finanziert. Das Verfahren, welches erst 2019 in den Leistungskatalog aufgenommen wurde, ist die systemische Therapie. Daher gibt es derzeit noch wenige Angebote.

Die systemische Therapie hat ihre Wurzeln in der Familientherapie. So werden Personen nicht isoliert wahrgenommen, sondern stets im Kontext des sozialen Systems (z. B. der Familie), in dem sie sich bewegen. Leidet eine Person im System, hat dies einen Einfluss auf alle anderen Mitglieder des Systems. Manchmal ist sogar das Leiden einer Person im System der Schlüssel für Veränderung, die letztlich sämtliche Mitglieder des Systems bewegt. Daher bin ich, nach Absprach und kontextabhängig, grundlegend sehr offen, nicht nur Sie, als Patienten, kennenzulernen, sondern auch im therapeutischen Prozess ihre Systemmitglieder.

Darüberhinaus fokusiert sich die systmische Therapie als humanistisches Therapieverfahren auf Ressourcen und Lösungsansätze.

Der Weg in die Therapie

Das psychotherapeutische Angebot richtet sich ausschließlich an erwachsene Personen, mit folgenden Symptomen

  • Angsterkrankungen, wie generalisierte Angststörungen, Phobien, Prüfungsangst
  • Zwangsstörungen, wie z.B. Wasch- Kontroll- oder Zählzwang, oder Zwangsgedanken
  • Anpassungsstörungen in Folge schwerwiegender Lebensereignisse, wie Trennung, Verlust einer geliebten Person oder Konflikte am Arbeitsplatz
  • Depressionen, Erschöpfungszustände, nichtorganische Schlafstörungen
  • Somatoforme- oder Psychosomatische Störungen, wie chronische Schmerzen, anhaltende körperlichen Beschwerden, psychische Beschwerden in Zusammenhang mit körperlichen Erkrankungen, körperliche Beschwerden bei unklarer oder fehlender körperlicher Ursache
  • Seelische Krankheit als Folge schwerer chronischer Krankheitsverläufe
  • Störungen in Folge traumatischer Erfahrungen (PTBS), wie Gewalt, Unfall
  • Essstörungen, wie Bulimie, Adipositas, Anorexie
  • Sexuelle Funktionsstörungen (nichtorganisch)Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen, wie aggressives oder selbstschädigendes Verhalten, Impulsivität, emotionale Instabilität
  • Störungen des Sozialverhaltens, wie Vermeidungsverhalten, Trennungsängste, Selbstwertprobleme, Selbstunsicherheit

Ablauf

Jede Psychotherapie beginnt stets mit ein paar Vorgesprächen. Diese Praxis bietet davon maximal zehn an. Einen Termin für ein Erstgespräch können Sie mit mir persönlich während der telefonischen Erreichbarkeit vereinbaren oder per Mail über das Kontaktformular.

In diesen Vorgesprächen versuche ich mir ein Bild von Ihrer aktuellen Situation sowie Ihren Lebensumständen zu bilden. Auch werden in diesen Vorgesprächen die Therapieziele definiert und möglichst eine gemeinsame Idee entwickelt, wie und in welcher Zeit diese zu erreichen sind sowie eine Diagnose gestellt. Im Anschluss beginnt das therapeutische Arbeiten. Dieses umfasst in dieser Praxis, auf Grund des Therapieverfahrens, maximal 48 Therapiestunden. Im Allgemeinen kann von einer maximalen Behandlungszeit von zwei Jahren ausgegangen werden.

Behandlungsausschluss

Für Personen, welche unter

  • akuter Selbstgefährdung (akute Suizidalität)oder
  • hirnorganischer sowie akut psychotischer Beeinträchtigung leiden

ist die ambulante Praxis erst nach ausreichender psychischer Stabilität, welche möglichst im statinären Setting hergestellt werden sollte, geeignet.

Für Personen mit Suchterkrankungen ist eine suchttherapeutische Behandlung angezeigt.

Kosten

Gesetztlich Kassen

Die Kosten der Psychotherapie in der Praxis werden von den gesetzlichen Krankenkassen vollumfänglich übernommen.

Private Kassen & Beihilfe

Bitte informieren Sie sich im Vorfeld des Erstkontaktes bei Ihrer Kasse, bzw. Beihhilfestelle, über die Kostenübernahme.

In der Praxis wird nach GOP (2,3-facher Satz) abgerechnet.

Privatzahlende

Sie können die Kosten selbstverändlich auch privat tragen. Die Praxis übernimmt jedoch nur in Ausnahmefällen Privatzahlende. Es wird nach GOP (2,3-facher Satz) abgerechnet.